Politische Brandstiftung!




Diese Typen sind die gefährlichsten politischen Brandstifter in Deutschland! Es geht doch nicht um rechts oder links, schwarz oder weiß. Wann lernen wir in Deutschland endlich, sachlich richtige Entscheidungen zu treffen, ohne ständig auf die Richtung oder die Farben zu schauen?

Genauso wenig, wie es völlig unsinnig ist, zu glauben, dass alle Migranten, die zu uns kommen Engel sind, so sehr ist es falsch, deshalb nun sämtliche Migranten über einen Kamm zu scheren und ihnen permanent nur mit Hass zu begegnen.

Wen meinen die Nazis eigentlich mit "Gutmenschen". Das sind in ihren Augen Menschen, die etwas gut meinen aber eben nicht gut machen, weil sie weder auf die Probleme reagieren, die sich ergeben, oder aber in ihrem Glauben gutes zu tun, genau das Gegenteil erreichen, wie Beispielsweise Missionare, die irgendwo irgendwelche Naturvölker zum Christentum bekehren wollen.

Ich habe lange Zeit über dieses Unwort "Gutmensch" gerätselt und komme nun zu dem Schluss, dass es einem wirklich guten Menschen immer eigen ist, sein eigenes Denken und Handeln stets zu hinterfragen und Widerständen mit Empathie zu begegnen, denn vielleicht ist man ja auch selbst komplett auf dem Holzweg?

Im Grunde kann ich schon verstehen, wenn Leute der Meinung sind, dass es deutlich sinnvoller ist, den Menschen dort zu helfen, wo sie sind, anstatt zuzusehen, wie sich Massen von Menschen in Bewegung setzen, um sich auf eine gefährliche Reise in das Ungewisse zu machen. Gleicht hier nicht die Aufnahme von Flüchtlingen, eher der Bekämpfung von Symptomen?

Bitte nicht falsch verstehen. Die Flüchtlinge, die sich nun bereits auf den Weg gemacht haben, die kann man nun nicht einfach vor den Grenzen abweisen oder im Mittelmeer einfach absaufen lassen, ohne dabei nicht völlig unmenschlich zu handeln und sein Gesicht als Mensch völlig zu verlieren. Dennoch ist es keine Frage, dass wir uns dringend darum kümmern müssen, dass die Menschen endlich wieder zuhause eine Lebensperspektive haben. Und da könnte Europa und die Welt deutlich mehr tun, als bisher. Das Flüchtlingsproblem würde sich von selbst lösen, denn kein Mensch verlässt ohne triftigen Grund seine Heimat.

Insofern gebe ich da dann auch durchaus rechten Stimmen Recht, halte aber deren Vorgehensweise, wie sie das erreichen wollen für völlig falsch. Einfach nur nach Grenzkontrollen und Zäunen zu rufen, wird der Problematik doch auch nicht gerecht und wir machen es uns damit viel zu einfach. Genauso falsch ist es aber, wenn der Staat die Probleme, die sich durch die Aufnahme der Flüchtlinge völlig natürlich ergeben, ständig abwiegelt und herunterspielt. Hier fehlt mir irgendwie viel mehr Agitation, anstelle der derzeitigen ständigen nur Reaktion. Denn das hilft weder den Flüchtlingen, noch den Einheimischen, die teilweise inzwischen schon seit Monaten darauf warten, dass sie ihre Turnhalle endlich wieder dafür benutzen können, wofür sie sie mal gebaut haben. Doch dafür müsste eben ein wenig mehr von der Bundesregierung kommen, als ein bloßes "Wir schaffen das!"

Ich bin sogar überzeugt, dass wir das schaffen, aber bestimmt nicht gut, indem man die Leute einfach ins Land lässt und die humanitäre Hilfe dann privaten Initiativen überlässt, zu denen ich hier ganz bewusst auch solche Organisationen, wie das Rote Kreuz oder irgendeine der Kirchenorganisationen zähle. Das alles bringt nämlich nichts, wenn die Politik nicht die notwendigen Weichen stellt, dass Flüchtlingsunterkünfte, insbesondere die provisorischen, möglichst rasch überflüssig werden. Wenn so eine Menge Menschen zu uns kommt, dann müssen diese schließlich auf Dauer auch irgendwo hier leben können. Doch ich sehe die Bauarbeiter nicht, die diese Häuser endlich bauen. Wo ist denn aber dann die Perspektive? Ist es nicht vielmehr völlig richtig, wenn einem dann Menschen einen "Bahnhofsklatscher" schimpfen, weil man mit offenen Armen empfängt und aufnimmt, ohne eine Idee zu entwickeln und durchzuziehen, wie man denn mit diesen Menschen auf Dauer umgehen will? Eine dauerhafte Unterbringung in provisorischen Flüchtlingsunterkünften kann doch keine Dauerlösung sein. Doch wieder sehe ich nirgendwo eine Verbesserung der Zustände, Lediglich die, uns von ultrarechts aufgezwungenen, geschlossenen Grenzen, haben nun dafür gesorgt, dass nicht mehr ganz so viele Menschen auf einmal kommen. Doch um welchen Preis? Können wir nun besser schlafen, wenn wir nun wissen, wie Flüchtlinge nun vor unseren geschlossenen Grenzen unter noch deutlich erbärmlicheren Bedingungen ausharren müssen, in der Hoffnung irgendwann einmal weiter zu kommen, zu einem Leben zu kommen, das lebenswert ist?

Es wird Zeit, endlich zu tun, was nötig ist. Davon sind wir leider meilenweit entfernt und spielen damit denen in die Hände, die auf diese drängenden Probleme, menschenverachtende Antworten anbieten, indem sie aus den Menschen die zu uns flüchten eine dumpfe empathielose Masse machen, in der das Individuum nicht mehr zählt, sondern nur noch die Angst. Wie paradox, dass es genau diese Angst ist, die diese Menschen in die Flucht getrieben hat.

28.8.16 19:01

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