Politische Brandstiftung!




Diese Typen sind die gefährlichsten politischen Brandstifter in Deutschland! Es geht doch nicht um rechts oder links, schwarz oder weiß. Wann lernen wir in Deutschland endlich, sachlich richtige Entscheidungen zu treffen, ohne ständig auf die Richtung oder die Farben zu schauen?

Genauso wenig, wie es völlig unsinnig ist, zu glauben, dass alle Migranten, die zu uns kommen Engel sind, so sehr ist es falsch, deshalb nun sämtliche Migranten über einen Kamm zu scheren und ihnen permanent nur mit Hass zu begegnen.

Wen meinen die Nazis eigentlich mit "Gutmenschen". Das sind in ihren Augen Menschen, die etwas gut meinen aber eben nicht gut machen, weil sie weder auf die Probleme reagieren, die sich ergeben, oder aber in ihrem Glauben gutes zu tun, genau das Gegenteil erreichen, wie Beispielsweise Missionare, die irgendwo irgendwelche Naturvölker zum Christentum bekehren wollen.

Ich habe lange Zeit über dieses Unwort "Gutmensch" gerätselt und komme nun zu dem Schluss, dass es einem wirklich guten Menschen immer eigen ist, sein eigenes Denken und Handeln stets zu hinterfragen und Widerständen mit Empathie zu begegnen, denn vielleicht ist man ja auch selbst komplett auf dem Holzweg?

Im Grunde kann ich schon verstehen, wenn Leute der Meinung sind, dass es deutlich sinnvoller ist, den Menschen dort zu helfen, wo sie sind, anstatt zuzusehen, wie sich Massen von Menschen in Bewegung setzen, um sich auf eine gefährliche Reise in das Ungewisse zu machen. Gleicht hier nicht die Aufnahme von Flüchtlingen, eher der Bekämpfung von Symptomen?

Bitte nicht falsch verstehen. Die Flüchtlinge, die sich nun bereits auf den Weg gemacht haben, die kann man nun nicht einfach vor den Grenzen abweisen oder im Mittelmeer einfach absaufen lassen, ohne dabei nicht völlig unmenschlich zu handeln und sein Gesicht als Mensch völlig zu verlieren. Dennoch ist es keine Frage, dass wir uns dringend darum kümmern müssen, dass die Menschen endlich wieder zuhause eine Lebensperspektive haben. Und da könnte Europa und die Welt deutlich mehr tun, als bisher. Das Flüchtlingsproblem würde sich von selbst lösen, denn kein Mensch verlässt ohne triftigen Grund seine Heimat.

Insofern gebe ich da dann auch durchaus rechten Stimmen Recht, halte aber deren Vorgehensweise, wie sie das erreichen wollen für völlig falsch. Einfach nur nach Grenzkontrollen und Zäunen zu rufen, wird der Problematik doch auch nicht gerecht und wir machen es uns damit viel zu einfach. Genauso falsch ist es aber, wenn der Staat die Probleme, die sich durch die Aufnahme der Flüchtlinge völlig natürlich ergeben, ständig abwiegelt und herunterspielt. Hier fehlt mir irgendwie viel mehr Agitation, anstelle der derzeitigen ständigen nur Reaktion. Denn das hilft weder den Flüchtlingen, noch den Einheimischen, die teilweise inzwischen schon seit Monaten darauf warten, dass sie ihre Turnhalle endlich wieder dafür benutzen können, wofür sie sie mal gebaut haben. Doch dafür müsste eben ein wenig mehr von der Bundesregierung kommen, als ein bloßes "Wir schaffen das!"

Ich bin sogar überzeugt, dass wir das schaffen, aber bestimmt nicht gut, indem man die Leute einfach ins Land lässt und die humanitäre Hilfe dann privaten Initiativen überlässt, zu denen ich hier ganz bewusst auch solche Organisationen, wie das Rote Kreuz oder irgendeine der Kirchenorganisationen zähle. Das alles bringt nämlich nichts, wenn die Politik nicht die notwendigen Weichen stellt, dass Flüchtlingsunterkünfte, insbesondere die provisorischen, möglichst rasch überflüssig werden. Wenn so eine Menge Menschen zu uns kommt, dann müssen diese schließlich auf Dauer auch irgendwo hier leben können. Doch ich sehe die Bauarbeiter nicht, die diese Häuser endlich bauen. Wo ist denn aber dann die Perspektive? Ist es nicht vielmehr völlig richtig, wenn einem dann Menschen einen "Bahnhofsklatscher" schimpfen, weil man mit offenen Armen empfängt und aufnimmt, ohne eine Idee zu entwickeln und durchzuziehen, wie man denn mit diesen Menschen auf Dauer umgehen will? Eine dauerhafte Unterbringung in provisorischen Flüchtlingsunterkünften kann doch keine Dauerlösung sein. Doch wieder sehe ich nirgendwo eine Verbesserung der Zustände, Lediglich die, uns von ultrarechts aufgezwungenen, geschlossenen Grenzen, haben nun dafür gesorgt, dass nicht mehr ganz so viele Menschen auf einmal kommen. Doch um welchen Preis? Können wir nun besser schlafen, wenn wir nun wissen, wie Flüchtlinge nun vor unseren geschlossenen Grenzen unter noch deutlich erbärmlicheren Bedingungen ausharren müssen, in der Hoffnung irgendwann einmal weiter zu kommen, zu einem Leben zu kommen, das lebenswert ist?

Es wird Zeit, endlich zu tun, was nötig ist. Davon sind wir leider meilenweit entfernt und spielen damit denen in die Hände, die auf diese drängenden Probleme, menschenverachtende Antworten anbieten, indem sie aus den Menschen die zu uns flüchten eine dumpfe empathielose Masse machen, in der das Individuum nicht mehr zählt, sondern nur noch die Angst. Wie paradox, dass es genau diese Angst ist, die diese Menschen in die Flucht getrieben hat.

28.8.16 19:01, kommentieren

Wir schaffen das! Wir? Wer sonst?


"Was ist denn IHR Beitrag dazu, Frau Merkel?

Die Frage ist berechtigt. Grundsätzlich hat sie mit dem Satz zwar völlig Recht, doch hätte sie den Worten auch entsprechende Taten folgen lassen müssen, und das ist leider nicht passiert. Stattdessen hat die Bundesregierung die Länder und Kommunen mit der Bewältigung des Zustroms nahezu alleine gelassen und so erst dafür gesorgt, das die Stimmung im Land völlig kippt.

Doch den Rest nehmen wir nun mal genauer unter die Lupe:

"Bekommen Sie nur den Mindestlohn?"

Der Mindestlohn wurde erst notwendig, weil unter der Regierung Schröder die Agenda 2010 verabschiedet und durchgesetzt wurde. Dadurch wurde einseitig ein extrem hoher Druck auf die Arbeitnehmer aufgebaut, der bis heute anhält. Das hat primär mit den Flüchtlingen jedoch überhaupt nichts zu tun, sondern ist ein rein hausgemachtes Problem, da die Regierung seitdem nicht die Arbeitslosigkeit bekämpft, sondern die Arbeitslosen so drangsaliert, dass sie jeden besch.... Job annehmen müssen, obwohl er sie noch nicht einmal ernährt.

Angebot und Nachfrage regelt den Markt. Doch wenn man Arbeitnehmer mit entsprechend formulierten Sozialgesetzen in Jobs zwingt, die sie eigentlich gar nicht mehr machen würden, dann ist der Markt hier ausgehebelt, zugunsten der Arbeitgeber.

Der nun von den Unionsparteien verabschiedete Mindestlohn, ist gerade eben so hoch bemessen, dass ein Single genau so viel bekommt, dass er soeben über dem Sozialsatz liegt. Muss vom Mindestlohn eine Familie ernährt werden, bleibt nach wie vor nur das Aufstocken. Damit ist dann trotz Vollzeitstelle Armut auf Sozialhilfeniveau programmiert. Den Arbeitnehmern bringt dieser Mindestlohn also unter dem Strich überhaupt nichts, denn dafür ist er viel zu niedrig angesetzt. Von € 1496,-- brutto kann heute niemand mehr wirklich leben, doch mehr kommt bei diesem Mindestlohn nicht heraus.

"Suchen Sie eine Sozialwohnung?

Der soziale Wohnungsbau wurde bereits seit der Ära Helmut Kohl stetig weiter zurückgefahren. Explodierende Mieten sind heute in Westdeutschland die Folge. Den Osten Deutschlands trifft es nicht so hart, weil dort nach der Wende derart viele Menschen abgehauen sind, dass bis heute viele Wohnungen im Osten leer stehen. Doch dort hinziehen kann auch kaum jemand, weil Arbeitsplätze im Osten immer noch rar sind. Deshalb sind ja damals alle abgehauen.

Fazit: Schon alleine, um nicht durch die Notwendigkeit, den anerkannten Flüchtlingen Wohnraum zu bieten, irgendwelchen Konkurrenzdruck auf dem Wohnungsmarkt aufkommen zu lassen, müsste der soziale Wohnungsbau dringend wieder mächtig angekurbelt werden. Dabei kann man für die Neubauten gerne einheimische Bewerber vorziehen und den Flüchtlingen Bestandswohnungen überlassen. Das dient nur dem sozialen Frieden im Land und ist den Flüchtlingen garantiert auch immer noch lieber, als die derzeit gebotenen Zelte und Turnhallen.

Wo Menschen hinziehen, wird nun mal Platz gebraucht. Doch auch dieses Problem ist bereits seit Jahren von der Politik ignoriert worden und damit hausgemacht und hat wieder nichts mit den Flüchtlingen zu tun.

"Müssen Sie von Hartz IV leben?"

Hartz IV bezeichnet heute Arbeitslosengeld II (Alg II) und das gesamte Drumherum um das Sozialgesetzbuch II. Bei der Einführung wurde die Arbeitslosenhilfe mit der Sozialhilfe in einen Topf geworfen und die Anspruchsberechtigung drastisch erweitert. Heute hat jeder Anspruch auf Leistungen nach Alg II, der mindestens drei Stunden täglich arbeiten kann. Das war bei der Arbeitslosenhilfe noch anders, dort konnte nur jemand Anspruch erwerben, der mindestens ein halbes Jahr irgendwo gearbeitet hat.

Doch damit ist das Gute an dieser Sozialrechtsreform leider auch bereits abgefrühstückt, denn was ansonsten geändert wurde, treibt heute alle Betroffenen in den Wahnsinn. Dabei schließe ich übrigens sogar die Sachbearbeiter mit ein, die unter den gegebenen Gesetzen und deren Verwaltungsvorschriften nahezu genauso zu leiden haben, wie die Bezieher dieser Leistungen. Es ist also sinnlos, irgendeinen Sachbearbeiter zur Schnecke zu machen, der steht ohnehin fast vor dem "Burn Out".

Besonders perfide ist die Neuregelung des Alg I Bezugs. Wer da nicht innerhalb eines Jahres wieder in Arbeit kommt, wird von der "Arbeitslosenversicherung, die immerhin noch ein "Prozent" vom letzten Netto bezahlt - so dass man sich zwar einschränken muss, in der Regel aber seine Verbindlichkeiten noch bezahlt bekommt - direkt in das Alg II abgeschoben. Das sieht nur noch den Regelsatz der Sozialhilfe vor und nimmt keinerlei Rücksicht mehr darauf, ob man vorher € 1000,-- oder € 8000,-- Netto in der Kasse hatte. Je mehr man vorher verdient hatte, umso größer ist nun der Fall, ohne dass einen irgendetwas vor dem Existenzminimum aufhält.

Laufende Kredite, das Haus nicht abbezahlt? Herzlichen Glückwunsch! Du bist ganz unten angekommen! Trenne Dich, bevor Dich andere davon trennen und Du dadurch noch mehr verlierst, als sowieso schon. Doch auch das ist hausgemacht und eine Ungerechtigkeit, die dringend abgeschafft gehört. Doch auch das hat mit den Flüchtlingen überhaupt nichts zu tun.

"Haben Sie nur 700,-- Euro Rente?"

Die Rente. Auch hier wurde bereits unter Rot/Grün der Grundstein für die, heute entstehende, wachsende Altersarmut gelegt. Bis zum Jahr 2020 ist das Rentenniveau, bei Neueintritt in die Rente, von 68 % im Jahr 2000, auf 48 % im Jahr 2020 gesunken. Jedes Jahr eine "Salamischeibe" weniger. Es ist schon ein Unterschied, ob man als Rentner von € 2000,-- netto mit € 1360,- zuhause bleibt oder sich mit € 960,-- begnügen muss und davon natürlich noch die Krankenversicherung zu bezahlen hat.

Wer sich die Zahlen anschaut, sieht eigentlich sofort, dass man mit unter € 2000,-- Netto, ohnehin bei der sozialen Grundsicherung landet, bei der die "Riesterrente voll angerechnet wird. Wer also Riestert und dann dennoch in die Grundsicherung fällt, der spart sich die Kohle am Ende für das Sozialamt. Bis heute sieht die Regierung nicht ein, dass das ein gigantischer Betrug des Staates ist und in den Banken werden immer noch gerne Riesterrenten verkauft. Die lohnen sich aber nur, wenn das Einkommen so hoch ist, dass man niemals in die Grundsicherung fällt. Doch wer solche Einkünfte hat, bringt sein Vermögen dann besser woanders unter als in der Riesterrente, denn er müsste 100 Jahre alt werden, um sein Geld mit einem akzeptablen Zinssatz zurück zu bekommen. Vererben lässt sich die Riester-Rente auch nicht, es gibt also keinen "Witwen-Riester". Ganz schlechte Idee also, zu riestern. Besser Edelmetall kaufen, das wird wenigstens nie wertlos.

"Zahlen Sie Sozialversicherungsbeiträge?"

Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen, ist per se nichts schlimmes. Ist nur die Frage, wie das Sozialsystem aufgebaut ist. Bereits zur Deutschen Einheit wurden die Sozialkassen von der Regierung Kohl geplündert, um damit die Deutsche Einheit zu finanzieren.

Prinzipiell ist zwar nichts dagegen einzuwenden, wenn damals auch die Ost-Rentner eine Rente erhalten, doch hätte das nicht aus der Rentenkasse finanziert werden dürfen, in die diese Ost-Rentner ja nie etwas eingezahlt haben. Würden die damals entnommenen Beträge wieder in die Rentenkasse zurückgeführt, wäre davon alleine bereits ein deutlich höheres Rentenniveau zu erzielen.

Gleiches gilt auch für die Krankenversicherung: Mit der Einheit kamen plötzlich auch die ganzen Alten und Kranken, die nie einen Pfennig zur Krankenversicherung beigesteuert haben, als sie noch gesund waren. Die ganzen "Gesundheitsreformen" dienten am Ende dazu, das zu kompensieren.Heute, nach 20 Jahren Deutscher Einheit, flacht die Auswirkung dieser Zäsur auf die Krankenversicherung stetig weiter ab und den Krankenkassen geht es dadurch inzwischen wieder etwas besser. Nur warum wir uns in Deutschland diesen Wust an verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen leisten, deren Wasserköpfe ja schließlich auch von den Beiträgen finanziert werden müssen, steht eigentlich längst auf der Tagesordnung. Denn damit wird nur sinnlos Geld verbrannt.

Doch unsere Sozialversicherungssysteme sind zwingend notwendig, um den Menschen die Sicherheit zu gewähren, dass sie gut versorgt sind, wenn sie alt oder krank sind. Und jeder, der heute in diese Systeme einzahlt, erwirbt ja auch einen entsprechenden Leistungsanspruch daraus. Doch damit sind wir dann bei den Einzahlern:

Wenn ein Arbeiter seine Sozialversicherungsbeiträge bezahlt, dann ist das immer ein bestimmter Prozentsatz vom Brutto, die er für die Renten-, Arbeitslosen-, Kranken-, und Pflegeversicherung bezahlen muss. Dabei steigt der Beitrag analog zum steigenden Einkommen. So weit so gut. Doch bei sehr hohen Einkommen greift plötzlich eine "Beitragsbemessungsgrenze", die ausgerechnet die schont, die am meisten haben. Dieser Personenkreis bekommt dann alle Leistungen mitunter nahezu für lau, weil deren Beiträge durch die Deckelung noch nicht einmal ein Prozent (1 %) ihrer Einkünfte ausmachen. Egal ob bei der Rente, in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, überall ziehen sich die "Leistungsträger" dieses Landes komplett aus der Affaire. Es sind deren fehlende Beiträge, die in unseren Sozialversicherungssystemen fehlen. Würden sie alle redlich einzahlen, könnten alle mehr Netto vom Brutto behalten, weil dann deutlich mehr Geld von den Besserverdienenden in die Sozialkassen eingespült würden, als bisher. Und das alles nur deshalb, weil sie genau so viele Prozente ihres Einkommens in die Sozialkassen einbezahlen, wie jeder andere auch.

"Müssen Sie vor der Tafel anstehen?"

Die Tafeln.... Die Tafeln sind eine sehr unvollkommene Antwort darauf, dass sich der Staat, beziehungsweise seine Regierungen, sich immer weiter aus seiner sozialen Verantwortung zurückzieht. Mit jeder Sozialrechtsreform wurden bisher Leistungen gekürzt und im Gegenzug die Entlastet, die am meisten in diese Systeme einzahlen mussten.

Ein ganz übles Problem ist dabei die private Krankenversicherung, die es meinetwegen gerne aufstockend zur gesetzlichen Krankenversicherung geben dürfte, aber niemals deren Ersatz sein darf, weil sonst wieder die Einkommensstarken aus ihrer sozialen Verantwortung entlassen werden, zum Schaden aller.

Aber auch das hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun, sondern ist ein Ergebnis der neoliberalen Politik, die mit Kohls "politischer Wende" 1982 bereits eingeführt wurde, seit dem immer weiter um sich greift und das soziale unseres Staates dadurch immer weiter aushöhlt. Mit eingeschlossen ist da übrigens die Infrastruktur. Die ganzen Privatisierungen staatlicher Aufgaben haben alle damit zu tun und sind keineswegs zum Wohle der Allgemeinheit passiert. "Privatisieren" kommt aus dem Lateinischen: "Privare" und bedeutet übersetzt "vorenthalten" oder "berauben". Das kann nichts gutes sein.

"Wohnen Sie neben einer Asylunterkunft?"

Ich wohne zwar nicht direkt neben einer Asylbewerberunterkunft, doch ich weiß um die Zustände dort. Das sind Zustände, die die Untätigkeit der Regierung verursacht hat, die fast überhaupt nichts getan hat, um die Kommunen zu entlasten. Da hätte vom Bund sofort Geld fließen müssen um neue Häuser zu bauen, in denen die ankommenden Menschen menschenwürdig untergebracht werden können. Das Menschen irgendwann durchdrehen, die man auf engstem Raum zusammenpfercht, ohne die geringste Privatsphäre und Ruhe, ist doch völlig logisch, stellt aber auch eher die Frage, wie wir eigentlich mit den Menschen umgehen, die bei uns Schutz suchen.

16.8.16 22:40, kommentieren

Renate Künast, eine simple Frage und der Shitstorm danach...

Als Renate Künast nach dem Axtangriff in einem Regionalzug in Würzburg, bei dem der Täter von der Polizei erschossen wurde, eine simple Frage stellte, erntete sie dafür einen Shitstorm. Doch wird das dieser Frage wirklich gerecht?

Hier der Wortlaut ihres Twitterposts:"Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen! #Würzburg @SZ"

Inhaltlich habe ich an dieser wertfreien Frage nichts auszusetzen, mir hätte allerdings auch ein Fragezeichen gereicht um die Frage zu verstehen. Der Getötete war gerade einmal 17 Jahre alt, ist da so eine Frage nicht legitim und ist sie das nicht sowieso immer, wenn ein Mensch getötet wird?

Also ich verstehe diesen Hype nicht. Wer von uns war dabei? Da wurde nun bei einem Polizeieinsatz jemand erschossen, der seinerseits selbst mit einer Axt bewaffnet war. Wenn man nun Schusswaffe gegen Axt abwägt, kommt dabei keine Waffengleichheit heraus. Also ist die Frage doch durchaus berechtigt.

Was nur auffällt, ist was, im Laufe der Diskussion, in diese simple Frage, von Frau Künast, hineininterpretiert wurde. Sie hat lediglich danach gefragt, ob das wirklich die einzige Möglichkeit gewesen ist, dem Angreifer endgültig das Licht auszublasen.

Am Ende weiß das sicher nur der Polizist, der abgedrückt hat und der sich selbst diese Frage sicherlich nun auch ständig stellt, wenn es kein seelenloser Holzklotz ist, sondern ein Polizist, der eigentlich den Beruf gewählt hat, um zu helfen und für die Allgemeinheit da zu sein.

Renate Künast hat lediglich gefragt und nichts behauptet und noch weniger irgendeinen zum Schuldigen erklärt. Doch das das hier ermittelt und aufgearbeitet wird, ist selbstverständlich notwendig, genauso wie diese Frage notwendig ist. Nicht um hier zwingend etwas aufzuklären, sondern um ihn ähnlichen Fällen vielleicht auch besser reagieren zu können.

Keine noch so gute Untersuchung macht nun den Toten wieder lebendig. Doch am Ende ist er mit seiner Tat dieses Risiko selbst eingegangen und damit liegt die Hauptschuld in jedem Fall sowieso bei dem Getöteten selbst. Völlig egal, ob der Todesschuss nun hätte auch vermieden können, oder eben nicht. Auch ein Polizist ist ein Mensch und wenn überhaupt, geht es hier um eine Tötung im Affekt. Daran hat der Polizist niemals wirklich eine Schuld, der die Waffe führte, um den Angreifer abzuwehren. Im Gegenteil sehe ich nun das Problem, das dieser Vorfall dem Polizisten schwer an die Substanz gehen wird. Hier ist also in jedem Fall psychologisch zu begleiten, damit der Polizist nicht zum Opfer durch sein Trauma wird.

Ansonsten lasst bitte diese schäbige Diskussion. Der Hergang wird sicherlich genauestens ermittelt, da ein Mensch zu Tode gekommen ist. Für jede weitere Diskussion ist Zeit, wenn die Ergebnisse vorliegen. Das die Frage jedoch, völlig wertfrei, im Raum steht, ist völlig in Ordnung und für mich lediglich ein Beweis dafür, das unser Werte- und Rechtssystem noch funktioniert. Denn nur wenn sich die Staatsgewalt immer wieder hinterfragt, dann bleibt sie auch auf dem richtigen Weg. Völlig unabhängig davon, ob dem Polizisten nun ein Vorwurf zu machen ist, oder nicht. Wenn ihm ein Vorwurf zu machen ist, wird er sowieso selbst der Anführer derjenigen sein. Und kein Urteil fällt so hart aus, wie im Extremfall das Urteil gegen sich selbst.

1 Kommentar 22.7.16 17:37, kommentieren

Ist Nationalismus heute noch hilfreich?

Deutschland ist heute nur noch ein Teil Europas, so wie Sachsen ein Teil Deutschlands ist. Und dieses Europa ist auch nur ein Teil dieser Welt. Nationalisten negieren die Tatsache, dass diese Welt sich mehr und mehr global vernetzt. Da verschwinden die Grenzen oder werden zu unerwünschten Hemm- und Hindernissen.

Jetzt kamen ein paar Flüchtlinge - die wir uns mit unseren Kriegen im Nahen Osten übrigens selbst "gezüchtet" haben. und dann schwenken plötzlich wieder irgendwelche Patridioten ihre Nationalflaggen und wollen wieder alles klein klein.
Wenn ich aber gleich am Bahnhof in den Zug steige, dann steige ich nach gut drei Stunden in Paris dort wieder aus. Dabei habe ich nicht nur eine Grenze überquert, sondern gleich zwei.

Ohne EU wäre das völlig unmöglich und daher erteile ich jedem Nationalismus eine Absage, denn ich bin der Meinung, dass jeder Mensch dort leben können soll, wo er meint glücklich werden zu können, völlig egal, wo er herkommt. Aber im Gegensatz zu den Nationalisten kenne ich auch weder Neid, noch halte ich mich für irgendeinen besseren Menschen. Nationalisten führen dieses Land schlimmstenfalls nur wieder in den nächsten Krieg, schon alleine das ist Grund genug. jeder nationalistischen Bewegung ordentlich Feuer unter dem Topf zu machen, damit dieser Wahnsinn endlich verdampft.

17.7.16 12:16, kommentieren

Zur Causa Claudia Roth und ihre übelste Diffamierung durch Nationalisten:

Diffamierung von Claudia Roth
Man muss Frau Roth nicht mögen, aber sie als dumm und deutschfeindlich zu bezeichnen, ist unterste Schublade. Gerade das zweite Wort zeigt aber auf woher der Wind weht. Und wer da dümmer und deutschfeindlicher ist, muss sich da erst noch erweisen.

Gerade die Nationalisten haben es aber bereits schon einmal versucht und sind damit nicht nur kläglichst gescheitert, was ja noch verzeihlich wäre, sondern haben Deutschland, Europa und die Welt in Brand gesteckt und ins Chaos gestürzt. Von daher sind das genau die Leute, denen ich garantiert überhaupt kein Vertrauen ausspreche.

Das Einzige, was diese Leute nämlich bestens können, ist Hass zu sähen. Nur wer Hass sät, erntet irgendwann Gewalt. Zwischen Staaten nennt man diese Gewalt dann Krieg. Da ich aber Frieden in Europa haben möchte, ist jeglicher Nationalismus völlig indiskutabel und bekommt daher auch eine klare Absage. Dafür bin ich einfach nicht dumm genug...

2 Kommentare 16.7.16 07:26, kommentieren